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25.11.2008
Juweliere trotzen der Finanzkrise

Die Finanzkrise zeigt derzeit kaum Auswirkungen auf das Kaufverhalten bei Uhren und Schmuck. Nach einem guten November-Auftakt gehen die Juweliere mit Optimismus in das Weihnachtsgeschäft, so der Bundesverband der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte (BVJ). „Vor allem das höherpreisige Segment entwickelt sich erfreulich. Das Wertempfinden für Gold und Edelsteine und damit die Produkte unserer Branche ist offensichtlich gestiegen“, so Karl-Eugen Friedrich, BVJ-Vorstandsvorsitzender. „Die Konsumenten schauen auf Qualität, Individualität und Marke und dann erst – aber natürlich auch – auf den Preis.“ Der Verband rechnet daher damit, dass der Vorjahresumsatz der Branche mit Uhren und Schmuck von gut 4,5 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen auch in diesem Jahr erreichbar ist.

Die ersten beiden November-Wochen haben den Juwelieren nach einer BVJ-Stichprobenumfrage durchschnittliche bis gute Umsätze beschert. Auch die Käufer am vergangenen Wochenende orientierten sich vorwiegend im höherwertigen und Luxus-Bereich. „Die Krise an den Finanzmärkten hat den Einzelhandel unserer Branche bislang nicht getroffen“, stellt Joachim Dünkelmann, BVJ-Geschäftsführer, fest. „Der Trend zu höherwertigen Uhren und Schmuck stimmt uns optimistisch für die Saison. Auch wenn die Automobilbranche klagt und die Immobilienwirtschaft jammert – die Menschen wollen sich auch in diesem Jahr etwas gönnen und sich selbst und andere beschenken. Erfahrungsgemäß zeigt sich zudem das Luxus-Segment weitgehend konjunkturunabhängig.“

Die aktuellen Preisentwicklungen bei Gold und Diamanten bleiben laut BVJ vorerst ohne Auswirkungen auf die Verbraucherpreise. Dünkelmann: „Schmuck wird zu Weihnachten 2008 nicht teurer. Neben dem Materialwert entscheiden Kreation, handwerkliche Kunst und Exklusivität über den Preis. Wir gehen davon aus, dass der Handel auch diesmal kurzfristige Schwankungen bei den Rohmaterialpreisen über seine Lagerhaltung und Kalkulation auffangen kann.“ Lediglich längerfristige Verteuerungen auf den Beschaffungsmärkten und Preisanhebungen der Vorlieferanten würden laut BVJ dazu führen, im Handel über Preiserhöhungen nachzudenken. „Das ist derzeit jedoch nicht der Fall und bis Jahresanfang auch nicht zu erwarten“, so der BVJ-Geschäftsführer Dünkelmann. „Juweliere verkaufen keine kurzfristigen Investitions- oder Renditeobjekte. Wenn Uhren und Schmuck sehr wertstabil sind, dann ist das ein angenehmer Nebeneffekt.“

Das Geschäft der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte in Deutschland hat eine vergleichbar mit Parfümerieartikeln oder Spielwaren hohe Saisonalität. Rund 28 Prozent des Jahresumsatzes erzielt die Branche in den Monaten November und Dezember. Der BVJ rechnet auf Basis der aktuellen Entwicklung für das Jahr 2008 mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Der Umsatz zu Endverbraucherpreisen mit Uhren und Schmuck ist in 2007 (mehrwertsteuerbedingt) leicht auf 4,57 Mrd. Euro gestiegen (Vorjahr 4,5 Mrd. Euro). Die Haushaltsausgaben für Uhren und Schmuck erreichen laut BVJ-Prognose auch in diesem Jahr wieder einen Wert von über 115 Euro, 29 % davon entfallen auf Uhren.

Diese Pressemitteilung finden Sie hier als pdf-Datei .

Logos und Bildmaterial finden Sie hier.

Der Bundesverband der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte e.V. (BVJ) ist die berufspolitische und fachliche Interessenvertretung des Fachhandels der Branche in Deutschland. Der Verband vertritt die Interessen von über 9.000 Einzelhandelsunternehmen. Der BVJ gehört zum Fachbereich Technik der Einzelhandelsorganisation und ist dem Hauptverband des Deutschen Einzelhandels e.V. (HDE) angeschlossen.

Weitere Informationen bei:

Bundesverband der Juweliere,
Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte e.V. (BVJ)
Joachim Dünkelmann (Geschäftsführer)  Tel. 02 21 / 2 71 66 - 0

E-Mail:  bvj@einzelhandel.de
Internet:  www.bv-juweliere.de

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