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12.02.2009
Solide Basis 2008 – verhaltener Jahresauftakt 2009

Die Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte verzeichnen zum Jahresauftakt 2009 nur einen leichten Dämpfer. Die von der Finanzmarktkrise ausgehenden Turbulenzen haben die Realwirtschaft zwar erreicht, von einem Einbruch ist jedoch laut des Bundesverbandes der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte (BVJ) in der Branche bislang nichts zu spüren. Die meisten Handelsunternehmen haben das Jahr 2008 mit einem Umsatzplus bei Schmuck und vor allem bei Uhren abgeschlossen, das Volumen der Branche zu Endverbraucherpreisen stieg insgesamt leicht von 4,54 Mrd. Euro auf 4,6 Mrd. Euro (Prognose). Dazu trug laut BVJ insbesondere ein gutes Saisongeschäft bei.

„Die Kunden haben sich von Krisenmeldungen und Pessimismus nicht anstecken lassen. Die Juweliere hatten fast durchgängig ein gutes Weihnachtsgeschäft und auch im Januar kann man nicht von Krise reden“, kommentiert Karl-Eugen Friedrich, BVJ-Vorstandsvorsitzender, die aktuelle Entwicklung. „Der Vertrauensverlust in Banken und Kreditwirtschaft scheint gleichzeitig das Wertempfinden für Produkte unserer Branche gestärkt zu haben. Vor allem hochwertiger Schmuck und qualitative Markenuhren lagen und liegen im Trend.“ Während das Schmucksortiment nach einem guten ersten Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte nachgegeben hat, konnten vor allem mechanische Uhren im mittleren und oberen Preissegment in der Saison nochmals Zuwächse erzielen. Während die Zahl der Kaufvorgänge vor Weihnachten rückläufig war, stieg der durchschnittliche Kassenbon signifikant. Laut einer BVJ-Stichprobenumfrage lag die Umsatzentwicklung der Betriebe insgesamt mindestens auf Vorjahresniveau, im gehobenen Segment deutlich darüber - bei einer relativ hohen Schwankungsbreite. Friedrich: „Der Verbraucher schaut heute genau hin, wofür er sein Geld ausgibt. Nach dem Motto: Wenn, dann richtig.“

Aufgrund wager Aussichten für das laufende Jahr zwischen Konjunkturpaketen und Wahlen setzen die Juweliere derzeit auf vorsichtige Planung. BVJ-Geschäftsführer Joachim Dünkelmann: „Verlässliche Prognosen zum Konsumverhalten sind Mangelware, deshalb müssen sich die Unternehmen Handlungsspielräume offenhalten. Wir raten zu einer konservativen Planung und strengem Kostenmanagement, gleichzeitig aber intensivem Dialog mit den Lieferanten, um bestehende Potenziale gemeinsam zu erschließen.“ Die pessimistischen Aussichten der Luxusgüterindustrie teile der Handel bislang jedoch nicht, so Dünkelmann: „Ein schlankes Lager und damit geringe Kapitalbindung ist für die Juweliere derzeit die Devise, um flexibel auf künftige Entwicklungen reagieren zu können. Aber bislang ist die Krise bei den Juwelieren, Schmuck- und Uhrenfachgeschäften noch nicht angekommen.“ Entscheidend für die Jahresbilanz 2009 werde sein, so der BVJ, wie viel Umsatz die Unternehmen über das erste Halbjahr „retten“ können.

Für den gesamten Einzelhandel wird 2009 ein schwieriges Jahr. Wann und wie hart ihn die Wirtschaftskrise trifft, ist derzeit nicht absehbar. Nach Einschätzung des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) wird sich der nominale Einzelhandelsumsatz (aller Branchen) 2009 insgesamt in einem Korridor von Null bis minus ein Prozent bewegen. Von einer vergleichbaren Entwicklung geht der BVJ für den Einzelhandel der Uhren- und Schmuckbranche aus.

Hohe Erwartungen setzt der Verband in die Fachmessen der Branche, insbesondere die bevorstehende inhorgenta europe vom 20. bis 23. Februar 2009 in München. Friedrich: „Gerade vor dem Hintergrund von Kapitalbedarf und Kapitalbindung brauchen wir keine Sortimentsdiktate, sondern Konzepte zur Durchvermarktung. Die Messe ist die ideale Plattform, dies mit den Ausstellern zu diskutieren.“ Der Messebesuch sei eine notwendige Investition, um aus der Marken- und Angebotsvielfalt das richtige Sortiment für die Kunden des Juweliers herauszufiltern. Friedrich: „Der Handel kann sich in der jetzigen Situation keine Experimente erlauben. Das Sortiment muss in Design und Material den aktuellen Trend voll treffen.“ Auf der Münchner Fachmesse präsentieren rund 1.200 Aussteller aus 47 Ländern Neuheiten und Sortimente dem internationalen Fachpublikum. Der BVJ ist auf der inhorgenta europe vom 20. bis 23. Februar 2009 gemeinsam mit dem Rühle Diebener Verlag mit der BVJ-/GZ-Lounge in Halle A1 Stand 101 vertreten.

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Der Bundesverband der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte e.V. (BVJ) ist die berufspolitische und fachliche Interessenvertretung des Fachhandels der Branche in Deutschland. Der Verband vertritt die Interessen von über 9.000 Einzelhandelsunternehmen. Der BVJ gehört zum Fachbereich Technik der Einzelhandelsorganisation und ist dem Hauptverband des Deutschen Einzelhandels e.V. (HDE) angeschlossen.

Weitere Informationen bei:

Bundesverband der Juweliere,
Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte e.V. (BVJ)
Joachim Dünkelmann (Geschäftsführer)  Tel. 02 21 / 2 71 66 - 0

E-Mail:  bvj@einzelhandel.de
Internet:  www.bv-juweliere.de

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